Geschichte der Rennstrecke

Das Autodrom wurde in den Jahren 1978 bis 1983 erbaut, es liegt an der Stelle des ehemaligen Braunkohletagebaus Vrbenský. Grund seines Aufbaus war vor allem das Bemühen, die langjährige Praxis der Automobil- und Motorradrennen auf provisorischen Strecken im Stadtzentrum zu beenden und diese auf sichere, geschlossene Strecke am Stadtrand zu verschieben. Von Anfang an wurde dabei mit der Nutzung der neuen Strecke auch für andere Zwecke gerechnet. Das Autodrom lebte so bald auch durch das Testen von Rennwagen, neu entwickelter Wagen, für das Training von Fahrern von Sonderfahrzeugen (Rettungswagen, Feuerwehr- und Polizeiautos), Rennfahrertraining und Kurse für sicheres Fahren) auf.

Polygon

Diese Aufgabe übernahm später das Polygon, dass auf dem Areal im Jahr 2005 errichtet wurde. Es ist immer noch größte und vielseitigste Anlage dieser Art in Tschechien. Mit seiner Disposition, den installierten Technologien und anbindenden Aktivitäten bietet es auf einer Fläche von 13 Hektar außerordentliche Bedingungen für den Unterricht und das Training von Fahrern in allen Problembereichen für Fahrzeuge aller Arten und Gewichtsklassen.

Erste Rennen gleich nach dem Krieg

Erste Motorsportveranstaltung in Most war kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 25. Mai 1947 das erste Motorradgeschwindigkeitsrennen auf der Strecke um die Brauerei. Fünf Jahre später fand in Most schon das erste Automobilrennen statt.

In den nächsten Jahren änderte sich der Austragungsort oft, es wurde in der Stadt, in ihrer unmittelbaren Nähe gefahren. Das Automobilrennen in Most wurde schon bald in den Meisterschaftskalender aufgenommen. Die ersten Meisterschaftspunkte wurden 1965 auf der Strecke im Stalingrader Viertel verteilt. Zu Beginn der siebziger Jahre wurde auf einer Strecke gekämpft, die auf einer neuer Straße mit Autobahnparametern am Bahnhof abgesteckt wurde. Die 3 450 m lange Strecke erreichte auch im Ausland große Popularität und wurde 1979 erstmals Austragungsort des Prestigerennen für Sportwagen Interserie.

Bei den immer steigenden Ansprüchen vor allem an die Sicherheit hatte diese Strecke aber keine große Hoffnung auf eine lange Existenz. Deshalb wurde am entgegengesetzten Rand der Stadt eine Rennstrecke erbaut. Ihre Fertigstellung im Jahr 1983 schloss dann definitiv die Geschichte der Rennen auf improvisierten Straßenstrecken ab. Bis zum Start des ersten Rennens auf der neuen Rennstrecke, den sich an 100 Tausend Zuschauer nicht entgehen ließen, fanden in Most und naher Umgebung ab Ende des Zweiten Weltkriegs 57 Motorsportrennen statt. Davon waren 35 Automobil- und 22 Motorradrennen.

Goldene tschechische Hände

Der Bau des Autodroms begann auf einer Fläche von 140 Hektar 1978. Die Rennstrecke sollte Bestandteil eines Wehr- und Sportareals werden. Die Studie dazu fertigte zwei Jahre davor ein von Václav Paur geführtes Team an. Der Streckenentwurf entstand dabei ohne Möglichkeit einer gründlichen Besichtigung irgendeiner ausländischen Rennstrecke. Die Autoren besuchten zwar die deutschen Rennstrecken Hockenheim und Nürburgring, beim Planen standen ihnen aber nur die Vorschriften der internationalen Föderationen FIA und FIM und aus Motorsportfachzeitschriften und Fernsehübertragungen gewonnene Erkenntnisse zur Verfügung. Dennoch vergaßen sie im Projekt kein Detail. Die Studie verglich die Geschwindigkeit verschiedener Fahrzeuge in den einzelnen Kurven, musste dabei aber von den örtlichen Bedingungen ausgehen, die dann meist die endgültige Form der Strecke bestimmten.

In private Hand

1995 übernahm die Verwaltung der Rennstrecke die Gesellschaft mit beschränkter Haftung Autodrom Most, die sich fünf Jahre später in eine Aktiengesellschaft transformierte. Vor dem Eintritt des privaten Eigentümers ließ die Pflege des Autodroms aber sehr zu wünschen übrig. Die Strecke und auch das Zubehör des Autodroms waren sichtlich vernachlässigt, die Strecke verkam und verlor ihre Lizenzzertifikate für das Veranstalten von Automobil- und Motorradmeisterschaften. Primäre Aufgabe des neuen Besitzers war deshalb das Wiedererreichen beider Lizenzen und sie gelang auch dank der schrittweisen umfangreichen und kostspieligen Rekonstruktion des Areals.

Einen weiteren grundsätzlichen Beschluss zur Generalrekonstruktion, die z.B. eine Profiländerung der ersten Kurve nach dem Start (einen sog. Retarder), das Ergänzen von Elementen in der technischen Ausstattung, die Erweiterung einiger Administrationsräume und eine Verbesserung des Pressezentrums umfasste, nahmen die Aktionäre im Jahr 2003 an.

Neuer Eigentümer

Im Jahr 2014 änderte die Gesellschaft ihren Eigentümer. Auch unter dem neuen Eigentümer veranstaltet die Gesellschaft AUTODROM MOST nationale und internationale Rennen für Motorräder, Tourenwagen, Trucks, Ausdauerrennen und neu auch ein Rallye Sprintrennen. Für die Zukunft bereitet die Firmenleitung weitere Neuheiten nicht nur im Motorsport vor und schreitet in der Modernisierung und Entwicklung des Autodromareals fort. In den nächsten zehn Jahren erreichen die Investitionen 100 bis 150 Millionen Kronen. Ziel ist es, das Areal des Autodroms und des Polygons der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ein vielbesuchtes Zentrum des sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens der Region zu schaffen.


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