Autodrom Most 2019: Jacques Villeneuve, Fabian Vettel und neuer Asphalt

Das Autodrom Most erwartet im Jahr 2019 eine weitere außerordentliche Saison. Der Sportkalender konnte mit Prämienrennen gefüllt werden, dabei dominieren die ADAC GT MASTERS, die amerikanische NASCAR und der schon traditionelle CZECH TRUCK PRIX. „Die Zuschauer werden wirkliche Weltextraklasse sehen, an der Spitze den ehemaligen Weltmeister der F1 Jacques Villeneuve. Die Rennfahrer werden dann sicher den neuen Asphalt loben, der nach der diesjährigen Rekonstruktion schon auf 75 % der Strecke liegt“, lockt auf das Autodrom der Direktor Ivo Diviš.

Wagen zu einer Viertel Milliarde und Fabian Vettel im Mercedes

Mit einer Serie von drei außerordentlichen Rennen beginnt vom 17. - 19. Mai schon das zweite Mal der ADAC GT Masters. Bei den Kämpfen der Supersportwagen werden die Zuschauer unter anderem Audi R8 LMS, BMW M6 GT3, Corvette C7 GT3-R, Lamborghini Huracán GT3, Ferrari 488 GT3, Honda NSX GT3 und Porsche 911 GT3-R in Aktion sehen können. Der Gesamtwert, der an dieser Serie teilnehmenden Wagen wird auf weit über 250 Millionen Kronen geschätzt. Dank des, die Leistungsunterschiedene löschenden Systems Balance of Perfomance kommen sehr oft die ersten 20 Wagen der Klassifikation in eine Sekunde.

Am Rennen wird auch Fabian Vettel, der Bruder des vierfachen Weltmeisters F1 Sebastian teilnehmen. Er wird die Farben des Teams HTP Motosport vertreten, das für die Rennen die Wagen Mercedes-AMG GT3, die sog. „gelben Mambas“ bereitstellt. Gerade Mercedes war für seinen berühmten Bruder immer Rivale. „Mercedes war immer unser Gegner. Die ganze Familie hat das so gefühlt, weil mein Bruder immer gegen ihn gekämpft hat. Anfangs war das ein bisschen Spaß. Ich habe aber kein Problem damit. Mercedes ist eine sehr erfolgreiche Marke, in allem was sie tut“, erklärt die Situation für die deutsche Bild-Zeitung Fabian Vettel. Die tschechischen Farben wird in seinem Audi ebenso wie im vergangenen Jahr Filip Salaquarda aus dem Team ISR vertreten.

Autos ohne Türen und mit ehemaligem F1-Champion am Steuer

Zweiter Motorsportfeiertag wird vom 28. - 30. Juni die OMV MaxxMotion NASCAR Show sein, in der sich in tschechischer Premiere die NASCAR Whelen Euroseries vorstellt. Im Unterschied zu den USA, wo diese Wagen auf Ovalen kreisen, wird in Europa meist auf natürlichen Rennstrecken gefahren. Bedingung ist, dass der Zuschauer mindestens 50 Prozent der Strecke sieht. Stars des Wochenendes werden der F1-Weltmeister des Jahres 1997 der Kanadier Jacques Villeneuve und die erfolgreichste Rennfahrerin des Startfelds Ellen Lohr sein.  Diese Frau, die unter anderem einen DTM-Sieg, die Teilnahme an der Rallye Dakar und der Truckeuropameisterschaft hinter sich hat, gehört zu den Legenden des deutschen Motorsports.

„Es kann auch sein, dass an den Rennen NASCAR in Most auch Bobby Labonte teilnimmt, der Champion der höchsten amerikanischen Liga NASCAR im Jahre 2000. Er absolvierte in seiner Karriere 729 Rennen und verdiente über 81 Millionen Dollar. Bestimmt wird es interessante Kämpfe geben“, ergänzte die Handels- und Marketingdirektorin des AUTODROM MOST Jana Svobodová.

Die Wagen des NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing) bestehen aus einem geschweißten Rohrrahmen, in den das Interieur und der Motor mit Laminatkarosserie eingesetzt sind. Die Konstruktion aller Wagen ist identisch. Sie werden mit einem Motor Chevrolet V8 einer Leistung von 450 Pferdestärken über Viergang-Handschaltung an der Hinterachse angetrieben. Die Piloten haben keinerlei elektronische Hilfsmittel. Das tschechische „Eisen im Feuer“ wird der Pilot Martin Doubek aus Litomyšl schmieden, der für Hendriks Motorsport mit einem Ford Mustang starten wird. An diesem Wochenende werden auch Oldtimer, und dies auch im vergangenen Jahrhundert auf berühmten Rennstrecken glänzende Monopostos miteinander kämpfen. Nach Most kommen diese Oldtimer schon zum dritten Mal.

Doubek und auch Lohr testeten am Donnerstag, dem 28. März, ihre Technik erstmals in Most. Martin hatte anfangs eine Zeit um 1:45,5 Minuten für eine Runde. „Ich wechsle noch die Reifen und sehe so noch eine Verbesserung um etwa 1,5 Sekunden“, sagte der sympathische Fahrer nach der Bekanntmachung mit der Strecke. Halter des Streckenrekords der Automobile auf dem Autodrom Most ist der Deutsche Stefan Mücke, der im Mai 2009 die schnellste Runde in einem Mercedes Benz C-Klasse DTM in 1:25,6 schaffte.

In der Hauptrolle Adam Lacko

Zum Ende der Ferien, vom 30. August - 1. September, wird das Autodrom schon traditionell dem Czech Truck Prix gehören, der Truck-Europameisterschaft. Das vergangene Jahr stand vor allem im Geiste des Zweikampfes Adam Lacko und des späteren Siegers der gesamten Serie, dem Deutschen Jochen Hahn. „Die Silbermedaille des vergangenen Jahres schätze ich sehr, weil zu Beginn der Saison mein Start überhaupt nicht sicher war. Es macht mir immer noch Spaß zu gewinnen und gern würde ich in diesem Jahr den Titel zurückholen. Die Fans können sich darauf verlassen, dass ich kämpfen werde“, sagt der frische Sieger des Goldenen Lenkrads in der Kategorie Rundstreckenrennen Adam Lacko.

Zum Rennwochenende gehört schon traditionell ein interessantes Begleitprogramm, bei dem auch die wilde Fahrt der Trucks durch Most mit Kulturprogramm und Autogrammunterschreiben der Fahrer auf dem Zentralen 1. Platz und dies schon am Freitag, dem 30. August von 16:35 bis 17:50 Uhr nicht fehlen kann. Die Zuschauer können sich auch auf den Pit Walk, die Teilnahme am Startrost kurz vor dem Start der einzelnen Rennen freuen. Selbstverständlich wird es auch Attraktionen für die Kleinsten mit Basis auf dem Kinderverkehrsspielplatz geben.

Rückkehr der Motorräder, neuer Asphalt und Unterstützung der Partner

Aber auch Anhänger der einspurigen Fahrzeuge kommen auf ihre Kosten. Nach zwei Jahren kommt auf das Autodrom Most das internationale Motorradrennen Alpe Adria für Mitteleuropa zurück und wird das Abschlussrennen der Saison 2019 sein. Neuheit ist die internationale deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM). Sie wird schon seit 1924 gefahren, die Fans können am Start mehr als 300 Fahrer sehen.

Das volle Sportprogramm ergänzen noch weitere Neuheiten. Der alte und an vielen Stellen holprige Asphalt wurde auf einem 2,4 km langen Abschnitt durch einen neuen ersetzt. Diese neue Rennstreckenoberfläche kostete etwa 15 Millionen Kronen und knüpfte an die erste Etappe im Jahr 2016 an. Die 4,212 Kilometer lange Rennstrecke hat nun zu etwa 75 % neuen Asphalt. „Der Asphalt war anfangs glatt, aber jetzt ist die Spur schon gummiert und hält immer besser. In diesem Jahr wird es bestimmt Streckenrekorde geben“, gab der Handelsmanager des AUTODROM MOST Jakub Krafek das Gefühl der Fahrer wieder, die die neue Oberfläche Mitte März ausprobierten.

Neuheit der beginnenden Saison ist auch Catering in eigener Regie, die ein viel breiteres Sortiment und auch geschmackvolles Design des Restaurants bringen wird oder auch einen modernisierten Simulator für das Umstürzen eines Wagen bei einem Unfall. Das Autodrom führt auch in diesem Jahr kostenlose Kurse für sicheres Fahren für Senioren durch.

Wichtigste Neuheit außerhalb des Sports ist aber zweifelsfrei der Abschluss der neuen strategischen Partnerschaft mit Nissan. „Im vergangenen Jahr starteten wir erfolgreich die strategische Partnerschaft mit dem Ölprodukt- und Erdgasproduzenten OMV und in diesem Jahr kommt ein weiterer bedeutender Partner hinzu. Vom Automobilhersteller Nissan haben wir mindestens bis Ende dieses Jahres vier Nissan Navara erhalten, die den Kursteilnehmern in unserem Navara Off-Road-Park zur Verfügung stehen werden“, schließt Jana Svobodová ab.

 


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