Die Saison auf dem Autodrom beginnt schüchtern, Sparmaßnahmen wird sie nicht entgehen

Auf 14,5 Millionen Kronen wird der bisherige Verlust des Autodroms wegen der Coronavirusepidemie geschätzt. Keine der für März und April für die Öffentlichkeit geplanten Veranstaltungen konnte wegen der restriktiven Maßnahmen des Staates stattfinden. Die schrittweise Lockerung der Maßnahmen erlaubt gegenwärtig nur Trainings für Profis. Ab Ende April werden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen die Kurse für sicheres Fahren wieder aufgenommen. „Positiv ist aber, dass wir endlich das Licht am Ende des Tunnels sehen und schon einen neuen Kalender vorbereitet haben. Grundsätzlich ist für uns das Öffnen der Grenzen, damit zu Testen Klienten aus Deutschland kommen können“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Gesellschaft AUTODROM MOST Josef Zajíček.

Das Autodrom hat mehrere Sparmaßnahmen angenommen und muss wahrscheinlich auch Entlassungen vornehmen. Wir verstehen zum Beispiel nicht, warum sich auf uns nicht die gleichen Regeln wie auf Fitnesszentren beziehen. Wir verfügen über ein riesiges Gelände mit einer Fläche von 75 Hektar, wir können Veranstaltungen ohne Kontakt sicherstellen. Wir haben deshalb mit einem offenen Brief die kompetenten Autoritäten und auch den Herrn Premier angesprochen, ob die Stellung zu uns nicht umbewertet werden kann. Wir wollen aber nicht nur negativ sein. Für den Rest der Saison kommen wir unseren Fans, Kunden und auch Partnern maximal entgegen, wir bemühen uns um das Erhalten der höchst möglichen Zahl der ursprünglich geplanten Veranstaltungen und hier auch der wichtigen Rennwochenenden“, sagte auf der Online-Pressekonferenz vor der neuen Saison Josef Zajíček.

Mit den Promotern löst die Leitung des Autodroms deshalb jetzt das Verschieben der Mai- und Juni-Termine auf einen späteren Zeitpunkt. Dies ist aber nicht einfach. „Die Pandemie hat alle betroffen, auch die anderen europäischen Rennstrecken. Deshalb ist es sehr schwierig, neue Termine für die Prestigechampionate zu vereinbaren, weil alle zwei bis drei Monate verloren haben. Wenn es gelingt, in diesem Jahr wenigstens einige Rennen zu fahren, wird das nicht früher als im September sein. Mit wirtschaftlicher Stabilität rechnen wir Ende des Jahres“, ergänzte Josef Zajíček. Die letzte Entwicklung der Situation bestätigt, dass die wichtigsten Rennen der Saison wirklich noch gefahren werden könnten.

Das Championat der Supersportwagen ADAC GT Masters, das Mitte Mai stattfinden sollte, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auf Ende Oktober, Anfang November verschoben. Im gleichen Termin könnte auch die für Juni geplante OMV MaxxMotion NASCAR Show stattfinden, es wird auch über den Termin 13. bis 15. November verhandelt. „Gültig bleibt bisher der ursprüngliche Termin unserer bestbesuchten Veranstaltung Czech Truck Prix, also der Truck-Racing-Europameisterschaft, vom 28. bis 30. August“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende.

Positiv schätzte er die Lockerung der Bewegung der Menschen ein, die die Regierung in mehrere Phasen teilte. Ab 20. April kann das Autodrom sein Gelände so schon Profifahrern und Teams zum Training anbieten. Dies wurde sofort vom Team Buggyra Racing mit dem Chefkonstrukteur und Fahrer David Vršecký und von der neuen Verstärkung, dem bisher einzigen tschechischen F1-Piloten Tomáš Enge genutzt. Ihre Technik prüften vor der Saison in Most unter strikter Einhaltung aller hygienischen Maßnahmen und Vorschriften auch die Mitglieder des Teams Mičánek Motorsport.

Schrittweise leben auch die Übungsflächen des Polygons auf dem Autodrom Most auf. Zu individuellen Trainingsfahrten auf der kleinen Rennstrecke können sich Fahrer von Motorrädern, Minirädern oder Karts melden, der erste Termin ist am 7. Mai ausgeschrieben. Schon am Wochenende 2. und 3. Mai starten auf dem Polygon nach der Zwangspause die Kurse sicheres Fahren für die Öffentlichkeit. Auch diese passen sich allen notwendigen Hygieneregeln und Anordnungen an. Sie sind individuell und die Kommunikation beim theoretischen Unterricht und auch beim praktischen Training zwischen Instrukteur und Fahrer in geschlossenen Räumen erfolgt über Funkgerät. „Ein Teil der Lehraktivitäten werden auch Zuschusskurse sein, die für die Interessenten kostenlos sind. Dazu gehört das schon traditionelle Projekt für Senioren über 65 Jahre Ich fahre mit der Zeit, diesjährige Neuheit ist dann ein Kurs für junge Fahranfänger im Alter von 18 bis 24 Jahre Start Driving. Dazu reicht es, sich anzumelden und zu uns zu kommen. Es wird bestimmt niemand enttäuscht“, fügte Josef Zajíček hinzu.

Zu den erlaubten Veranstaltungen gehören auch individuelle Trainings für die Öffentlichkeit, z.B. freie Fahrten und Testen für Auto- und Motorradfahrer auf der großen Rennstrecke.

Den Teilnehmern der Online-Pressekonferenz standen auch einige tschechische Vertreter zur Verfügung, die in diesem Jahr in Most zu sehen sein sollten. Die hübsche Veronika Jaksch, sie fährt einen Dallar GP2 - Mecachrome 4.0 V aus dem Jahr 2008 in der für die Zuschauer sehr attraktiven Serie Maxx Formula der neuzeitigen, ab 90. Jahre bis 2010 produzierten Monopostos der großen Preise F1, GP2, F3000, IndyCar oder Super League Formula. Auf dem Autodrom wird diese Serie, eingefügt in das Rennwochenende Czech Truck Prix Premiere haben. Martin Doubek ist einziger Tscheche im europäischen Zweig der berühmten Serie der Assoziation NASCAR, in der amerikanische Wagen mit Achtzylindermotoren Chevrolet dominieren. An den spannenden Wettkämpfen der Supersportwagen im Championat ADAC GT Masters nimmt in diesem Jahr zum dritten Mal auch Filip Salaquarda teil, der das Team seines Vaters Igor repräsentiert. Auch er erzählte, wie das Team diese ungewöhnliche Saison beeinflusste und welche Neuheiten vorbereitet sind.

Das Autodrom arbeitet mit wichtigen Partnern zusammen und kann sich deshalb auf eine weitere Verbesserung der Veranstaltungen und des Areals konzentrieren. Auch in diesem Jahr ist das so. Erfolgreich endeten die Verhandlungen mit der Gesellschaft Volkswagen Financial Services.

Neu gehört zu den Partnern des Autodroms auch die Marke Seat. Interessenten können sich so einen der völlig neuen Wagen Seat leihen, die für das praktische Training in den Kursen sicheres Fahren bestimmt sind.

Die Partnerrunde erweiterte auch der neue tschechische Hersteller von Luxusuhren der Marke BOHEMATIC. Diese einzigartigen Kleinserienuhren mit der Punze tschechischer Handarbeit stammen aus der Werkstatt von Spitzendesignern und Uhrmachermeistern. Hinter dieser Marke stehen die Designer Michal Froněk und Jan Němeček aus dem Studio Olgoj Chorchoj. Der Erstgenannte ist auch Teilnehmer an PC-Rennen Sim Racing NASCAR, wo dem Autodrom ein Wagen für seine Partner zur Verfügung steht. Die Rennen NASCAR organisierte es als Ersatz für die bisher stornierten wirklichen Rennen. E überträgt die Wettkämpfe auf den Simulatoren für Fans auf seiner Facebookseite. „Die Rennen werden jeden Dienstag gefahren, insgesamt werden es sieben sein. Im ersten davon repräsentierte das Autodrom vorbildlich vom Fahrsimulator im Büro des Autodroms unser Handelsmanager für Sport Jakub Krafek. Die Staffel übernahm dann von ihm gerade Herr Froněk. Die Fans können seine Bemühungen auf dem Facebook des Autodroms verfolgen, wo wir jedes Rennen teilen“, präzisiert Josef Zajíček. Der E-Sport ist für die Rennfahrer, ihre Teams, Fans und auch die Sponsoren bis noch der einzige Ersatz realer Wettrennen. „Es ist eine sehr reale Angelegenheit. Ich war überrascht, wie sehr mich die Atmosphäre in das Rennen zog und gleichzeitig überraschte mich auch das Interesse an den Rennen, das fast 25 Tausend Zuschauer hat“, teilte seine Gefühle zur SIM Race der Rennfahrer Michal Froněk mit.

Schon das zweite Jahr gehört zu den strategischen Partnern OMV, der bedeutende Produzent von Ölprodukten und Erdgas. Neben dem Angebot der Premiumkraftstoffe MaxxMotion in der Selbstbedienungstankstelle im Paddock des Autodroms ist der Ölgigant auch wieder Schirmherr des Rennwochenendes OMV MaxxMotion NASCAR Show, einer der populärsten Serien des Motorsports. In Nordamerika hat sie auf den Rennstrecken schon über siebzigjährige Tradition.

Wichtig für den Wagenpark des Autodroms ist auch die Marke KIA. Der langjährige Partner des Autodroms erneuert die überwiegend für das Training der Kurse sicheres Fahren bestimmten Wagen alljährlich. Den Fahrern stehen so immer die neuesten Trends der Automobilindustrie, gerade in der Ausstattung der Elemente für aktive und passive Sicherheit zur Verfügung.

 


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